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Olbersdorf liegt auf halbem Wege zwischen der Stadt Zittau und dem Zittauer Gebirge. Der Ort mit ca. 5960 Einwohnern wird oft auch als das „Tor zum Zittauer Gebirge“  bezeichnet. Die wichtigsten Verbindungsstraßen von Zittau nach Oybin  und Jonsdorf, sowie anderen Orten, führen durch den Ort. Ebenso die Schmalspur-Bahnstrecke der SOEG ( Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH).

Geschichtlich gesehen ist Olbersdorf eine Industriegemeinde. Bestimmend für die Region in den frühen Jahren des 19.-20. Jahrhunderts war der Braunkohletagebau.
Nach der politischen Wende 1989 erlebte Olbersdorf einen Strukturwandel von einer Industriegemeinde zu einer Wohngemeinde mit mittelständischen Unternehmen im handwerklichen und gewerblichen Bereich. Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe sind hier ebenso wie Hotellerie und Gastronomie angesiedelt.

1991 fuhr der letzte Kohlenzug und der Tagebau wurde geschlossen. Es folgte die Flutung des Tagebaues und eine bergbauliche Sanierung, in deren Ergebnis ein Erholungsgebiet mit mediterranem Flair entstand. Das über 60 ha große Gebiet um den See, bietet am Nordufer einem Campingplatz. Ein bewachter gepflegten Sandstrand  ist kostenfrei zugänglich, darüber hinaus gibt es einen unbewachten Badestrand am Südufer, eine Surf-Schule und Sachsens größten Beach-Volleyball-Platz.

Neben dem Volksbad mit konstanter Wassertemperatur von 22°C und  familienfreundlichen Eintritts preisen, findet man hier ein Uhrenmuseum sowie die größte Außennebenuhr Sachsens. Die Ausstellung wird vom Olbersdorfer Uhrenclub e.V. betrieben und kann das ganze Jahr besucht werden. Olbersdorf hat ein gut markiertes Wanderwegenetz, welches ausgedehnte Wanderungen in das Zittauer Gebirge und weiter über die Grenzübergänge nach Nordböhmen ermöglicht.


Relevante Links:

Gemeinde Olbersdorf

www.olbersdorf.de


Ein kurzer historischer Überblick

Jahr
Ereignis
1319 Erste Erwähnung in den Urkunden als "Albertsdorf".
1429 Zum ersten Mal tritt die Schreibweise "Olbersdorf" in den Akten auf.
1496 Olbersdorf kommt in der Besitz des Oybiner Klosters, die Cölestinermönche errichten ein Vorwerk und beleben die Landwirtschaft.
1547 Olbersdorf kommt wieder unter Zittauer Verwaltung.
1651 Erstmalige Erwähnung einer Schule in Olbersdorf.
1732 In Olbersdorf gibt es 192 Häuser .
1771 Die 1. Volkszählung erbrachte 1658 Einwohner (damals zusammen mit Ortsteil Eichgraben).
1800 Erste Kohleförderung.
1856 Gründung einer Eisengießerei durch C.A. Gruschwitz, aus der später eine Maschinenbau-Firma wurde.
1883 Einweihung der Kirche (diese wurde 1985 im zuge der Tagebauerwiterung abgerissen).
1890 Die Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge wird gebaut.
1912 Kohleförderung in Tagebau "Glück auf", hier wurde bis 1939 Kohleabbau betrieben.
1922 Das Volksbad wird eröffnet.
1922-23 Bau neuer Siedlungshäuser und somit Vergrößerung des Wohnbestandes.
1927-28 Eine Entlastungsstraße für den Verkehr zwischen Zittau und Gebirge wurde gebaut.
1929 Einweihung der neuen Schule im Ort.
1946 Nach Beendigung des Krieges wurden viele Betriebe enteignet und in Volkseigene Betriebe (VEB) umgewandelt, die Bauern mußten sich in LPGs zusammenschließen. Die Schule nahm ihren planmäßigen Unterricht wieder auf.
1947 Wiederaufnahme der Kohlegewinnung im Tagebau.
nach 1950 Errichtung von Neubauten durch die AWG in Richtung Oybin.
1986 Einweihung des neues Kirchgemeindezentrum am Butterhübel nach Abriss der alten Kirche 1985.
1988 Das Neubaugebiet im Oberdorf entsteht (1989 werden hier 3 Kindergärten und eine Schule eröffnet).
1990 Stilllegung des Tagebaues.
1991 Im Tagebaugelände beginnt die Sanierung und Rekultivierung.
1994 Umgestaltung des Volksbades zu einem Erlebnisbad.
1996 Übernahme der Kleinbahn durch die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft (SOEG).
1999 Flutung des Tagebaurestloches ist Abgeschlossen und das Gebiet wird nach der Landesgartenschau als Erholungsgebiet genutzt.